Kopfgrafik mit einer Buckfastbiene und dem Schriftzug
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Zucht

Häufig werden wir gefragt, was denn so anders ist an der Buckfastbiene. Das ist eigentlich in einem Satz gesagt: die Buckfastbiene wird nur nach Eigenschaften und Verhalten selektiert und nicht nach Herkunft oder Erscheinungsbild.

Seit Bruder Adam im Jahre 1919 mit der Zuchtarbeit begann, wurde nur auf die Eigenschaften der Bienen Wert gelegt. Er stützte sich dabei auf Gregor Mendels Vererbungsregeln:

  • Kreuzt man reinerbige Individuen, die sich in einem Allelpaar unterscheiden, so sind alle Nachkommen  der 1. Tochtergeneration (F1) untereinander gleich (uniform).
  • Kreuzt man mischerbige Individuen der F1-Generation, so sind die Nachkommen der 2. Tochtergeneration (F2) nicht gleich, sondern spalten sich nach bestimmten Zahlenverhältnissen auf  (1:2:1).
  • Kreuzt man reinerbige (homozygote) Individuen, die sich in 2 oder mehreren Allelpaaren voneinander unterscheiden, so werden die einzelnen Allele unabhängig voneinander vererbt. Es kann dabei zu einer Neukombination der Erbanlagen kommen.

Die Zuchtarbeit gestaltet sich natürlich nicht ganz einfach. Wenn jedoch mit gefestigtem Ausgangsmaterial gearbeitet wird, ist die Sache trotzdem erfolgreich. Dazu gehört jedoch ein gut geschultes Wahrnehmungsvermögen für die Vorgänge im Bienenvolk. Welche Anhaltspunkte hat der Züchter der Buckfastbiene?

Er züchtet - wählt aus - nach folgenden Grundeigenschaften:

Primäre Ziele Sekundäre Ziele Betriebstechnische Ziele
Fruchtbarkeit Langlebigkeit Sanftmut
Sammeltrieb Flugkraft Wabenstetigkeit
Krankheitsfestigkeit Spürsinn Verwendung von Propolis
Schwarmträgheit Verteidigungssinn Wirrbau
Wetter- und Winterfestigkeit Reinlichkeitssinn
Frühjahrsentwicklung Hochdecklung
Sparsinn Orientierungssinn
Selbstversorgung
Honigstapelung
Bautrieb
Pollensammeltrieb
Rüssellänge

Diese Auswahl wurde von Bruder Adam erstellt und ist für uns heute immer noch massgebend. Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich die Varroaresistenz. Gerade diesem Punkt gilt ein Hauptaugenmerk der bayerischen Züchtergruppe.

Wir setzen hierbei sehr auf eine natürliche Vorgehensweise, d.h. natürliche Selektion und Begattung der Königinnen auf natürliche Weise. Instrumentelle Besamung wird nur in Ausnahmefällen eingesetzt und ist nicht die Regel.

Diese Zuchtweise bringt, wenn konsequent angewendet beste Erfolge! Der Erfolg zeigt sich in erbfesten Völkern die auch über Generationen hinweg keine negativen Eigenschaften zeigen. Eine negative Beeinflussung der "Landbiene" durch ein derart intensiv ausgelesenes, hochklassiges Zuchtmaterial ist so gut wie ausgeschlossen. Im Gegenteil, bietet eine solche Biene beste Voraussetzungen um mit Standbegattung und Auslese auf der mütterlichen Seite beste Völker zu erhalten.


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