Züchterstammtisch Buckfastimker Bayern e.V. wieder sehr gut besucht

Zu unserem Züchterstammtisch im Landgasthof Vogelsang kamen heuer 148 Teilnehmer. Wir freuen uns sehr, dass so viele unserer Mitglieder sich für aktive Buckfastzuchtarbeit interessieren und ihren Beitrag zur Erhaltung unserer Buckfastbiene in Bayern leisten wollen!

Trotz Problemen mit der Lautsprecheranlage, für die wir uns entschuldigen, folgten die Teilnehmer den Ausführungen unseres Zuchtkoordinators Stefan Luff und der Belegstellenleiter zu den Themen „Rückschau auf die Zuchtarbeit von 2016“, „Vorstellung der Drohnenlinien und der Zuchtvorhaben für 2017“ und „Ausblick auf die geplanten Drohnenlinien für das Zuchtjahr 2018“ aufmerksam.

 

Die vorgestellten Termine und Übersichten sind auch auf unserer Website verfügbar.

Die Mittagspause wurde, dank des Einsatzes der Bedienungen, perfekt gemeistert. Jeder bekam sein warmes Essen pünktlich auf den Tisch. Für die exzellente Bewirtung möchten wir uns an dieser Stelle bei dem gesamten Team des Landgasthofs Vogelsang aus Weichering bedanken!

Im Anschluss an die Mittagspause konnten wir drei hochklassige Referenten in Aktion erleben.

 

Landesvorsitzender Josef Koller berichtete in seinem Kurzvortrag über sein Konzept zur behandlungsfreien Völkerführung. Es heißt „roots“ und beschreibt, wie man es als Imker schafft, auch ohne Behandlung gegen die Varroamilbe, einen Weg für das Überleben seiner Bienenvölker zu finden. Jeder Imker wird bestätigen, dass es wünschenswert ist, varroatolerante oder varroaresistente Bienen zu züchten! Wir drücken dazu Josef Koller und seinen Mithelfern weiter die Daumen für die erfolgreiche Fortsetzung des süddeutschen VSH-Projekts und wünschen ihm eine erfolgreiche Fortsetzung seiner Konzepte. So kommen wir unserem erklärten Ziel, viele Nachahmer und Gleichgesinnte für diese Art der behandlungsfreien Völkerführung und die Suche nach Varroa Sensitiver Hygiene (VSH) in unseren Buckfastbienen zu finden, hoffentlich wieder ein gutes Stück näher. Unser Appell: Bitte sprecht Euch dazu auch mit Eurem zuständigen Amtsveterinär ab. Das Konzept „roots“ funktioniert und es gibt erste Genehmigungen zur Befreiung von der Behandlungspflicht gegen die Varrose.

 

Der langjährige Belegstellenleiter vom Hausberg, Reiner Schwarz, hielt seinen Kurzvortrag über die Dokumentation der Zuchtarbeit. Vom Schreiben eines Pedigrees, über die Bewertung der Bienenvölker anhand von standardisierten Zuchtkriterien bis hin zur Darlegung der einschlägigen Fundstellen in der aktuellen Zuchtordnung der Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker e.V. war alles dabei, was man braucht. Wie wir als Landesverband finden, eine wichtige Sache, um die Qualität unserer Buckfastzuchtarbeit zu dokumentieren und die Abstammung unserer Zuchtlinien nachverfolgen zu können. Jeder Buckfastzüchter ist hier aufgefordert, sich die Schreibweise eines Pedigrees anzueignen! Selbstverständlich gehört dazu auch, die zentrale Pedigree-Datenbank der Karl Kerle Foundation zu nutzen. Es sieht vieles schwerer aus, als es nachher tatsächlich ist. Frisch ans Werk und traut Euch einfach! Euer Pedigree könnt ihr beim Zuchtkoordinator prüfen lassen und dieser beantragt auch Euer persönliches Züchterkürzel. Der Link zur Pedigree Dokumentation ist auf unserer Homepage unter „Die Buckfastbiene“ -> Zucht zu finden.

 

Das erklärte Highlight des Nachmittags war unser Hauptredner Eugen Neuhauser. Ein österreichischer Berufsimker mit mehreren hundert Buckfastvölkern, der sich seit 1988 der Kombinationszucht der Buckfastbiene nach Bruder Adam verschrieben hat. Er berichtete über seine Betriebsweise im 12er Dadantkasten und seine Zuchtarbeit in 4er Einheiten im Halbdadant. Zudem betreibt Eugen Neuhauser auch seit vielen Jahren zwei Belegstellen in Österreich. Die Teilnehmer hörten seinen Ausführungen sehr gebannt zu. Man merkte: Hier „plaudert“ einer der ganz großen Buckfastzüchter aus dem Nähkästchen. Und keine der noch so einfach klingenden Fragen wurde im Anschluss an den Vortrag nicht ausführlich beantwortet. Und es wurden sehr viele Fragen aus Betriebsweise und Zuchtarbeit gestellt.

 

Die Veranstaltung endete dann zwar offiziell gegen 18:00 Uhr, einige Teilnehmer ließen es sich jedoch nicht nehmen, in kleinen Gruppen noch weiter zu fachsimpeln.

Vielen Dank, auch im Namen aller Teilnehmer, an die Organisatoren des Landesverbandes und die Referenten. Wir finden, es war eine sehr gut gelungene Veranstaltung für alle Buckfastzüchter in Bayern!

Nächstes Jahr werden wir unseren Züchterstammtisch voraussichtlich am 17. Februar 2018 wieder in Weichering abhalten. Hierzu werden wir in gewohnter Weise einladen. Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl werden wir den Ablauf nochmals anpassen müssen, aber dazu zu gegebener Zeit mehr.

Andreas Zoelzer
Beirat für Öffentlichkeitsarbeit

Bericht über unseren Züchterstammtisch