Am letzten Freitag, den 15. Juni 2018, trafen sich die Jungimker des Landesverbandes Buckfastimker Bayern e.V. im Lerchenhof in Aham. Das Thema der Ausbildung der Jungimker war dieses Mal die Varroabehandlung der Bienen und der persönliche Schutz des Imkers bei dem Umgang mit den Varroamitteln.

Der Hygienewart für die Bienengesundheit Uwe Michaelis führte die Jungimker in die Möglichkeiten der Messung der Varroabelastung je Bienenvolk ein. Das wurde von Uwe Michaelis sehr pragmatisch und plastisch den Leuten dargelegt. Zählen und rechnen mussten die Imker auf jeden Fall bei jedem Verfahren, um die Belastung mit der Milbe abzuschätzen und die Behandlung zu planen.

Jungimker und Varroa LVBB Niederbayern

 

 

 

 

 

 

Interessant war seine Ausführung über den Lebenszyklus der Milbe und den Infektionsverlauf im Bienenstock. Sein historischer Rückblick fing mit der Einschleppung bzw. Nachweis der Varroamilbe in Deutschland im Jahre 1976 an. Seit über 40 Jahren gibt es immer noch keinen Durchbruch bei der Behandlung der Bienen gegen die Milbe.

 

Sabine Fuchsgruber, Fachkraft für Arbeitssicherheit, gab den Jungimkern einen Überblick bezüglich des persönlichen Schutzes beim Imkern. Schließlich sind die Mittel, die Imker verwenden, nur in richtiger Anwendung für den Imker harmlos. Sie betrachtete den Umgang mit den Varroamitteln aus dem Blickwinkel der Arbeitssicherheit und den möglichen Gefahren. Interessant war unter anderem die Tatsache, dass die meisten Imkerhandschuhe zwar gegen Bienenstiche sehr gut schützen, der Schutz vor Varroamitteln, welche meist Säuren sind, mehr als ungenügend ist.  Die Verletzungen der Haut oder des Auges mit den Mitteln könnte zu schwerwiegenden und teileweise irreversiblen Verletzungen des Imkers führen. Sie hatte ein paar Muster an Handschuhen mitgebracht und die Jungimker aufgeklärt, woran man den Säureschutz von Handschuhen erkennt und gezeigt, wie man Handschuhe sicher auszieht, ohne mit der Säure in Kontakt zu kommen.  Bezüglich des Atemschutzes zeigte Sabine Fuchsgruber die Standards der Industrie auf. Diese Standards sollte der Imker auch für seinen persönlichen Schutz beim Umgang mit diesen Mitteln anwenden. Ihr Fazit war, guter Schutz muss nicht teuer und unbequem sein.

Jungimker und Varroa LVBB Niederbayern

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss ging Uwe Michaelis auf die Behandlungsmöglichkeiten von Bienen bezüglich der Varroamilben ein. Hier zeigte er auf, dass der Imker abhängig von der Belastung mit der Milbe, die Behandlung planen muss. Ein Weg wäre die totale Brutentnahme. Da die Milbe nur in den Brutwaben sich vermehren kann, würde der Vermehrungszyklus der Milbe hierdurch unterbrochen. Auch wurden diverse organische Säuren besprochen, die in der Verwendung eine saubere Planung des Imkers benötigen, um der Varroamilbe Einhalt zu gebieten. Hier spielen das Wetter als auch die Verwendung von verschiedenen Mitteln nacheinander eine entscheidende Rolle.

 

Mit der Arbeitssicherheit wurden die Jungimker sensibilisiert, was den Umgang mit Varroamitteln betrifft, schließlich haben diese Stoffe durchaus ein Gefahrenpotential sich selbst zu verletzten. Uwe Michaelis wies schließlich noch einmal darauf hin, dass erst eine genaue Analyse des Zustandes der Bienen von Nöten ist, um dann durch eine mehrstufige Behandlung der Bienen, der Milbe Einhalt zu gebieten.

Artikel erschienen in der Landshuter Zeitung. Autor & Bilder: Andreas Blaszak – wir bedanken uns für die freundliche Überlassung des Textes und der Bilder.

Kontakt:

Regionalteam Niederbayern
Thomas Jauk
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Jungimker und Varroamilben