Allgemeine Informationen

Seit 2015 stellen wir unseren Mitgliedern eine weitere Hochgebirgsbelegstelle zur Verfügung.

Den stetig wachsenden Mitgliederzahlen und der ausgeschöpften Kapazitäten am Hausberg geschuldet, streckten wir unsere Fühler aus, um für unsere Buckfastimker eine weitere sichere Begattungsmöglichkeit anbieten zu können.

Wenige Kilometer südlich der bayerischen Grenze und nördlich von Innsbruck gelegen befindet sich das faszinierende Rißbachtal, der Einstieg zum Karwendelgebirge. Das Tal bekam seinen Namen vom rund 26 Km langen Rißbach der das Tal durchfließt und entwässert. Hinterriß ist der Gemeinde Vomp angehörig, die ihre Ausläufer bis zur bayerischen Grenze hat.

Der Weg in das Rißtal führt nur über die in Bayern liegende Ortschaft Vorderriß, die ihr weiträumig über die B307 bzw. die B11 erreichen könnt. Die Belegstelle ist im Naturschutzgebiet Karwendel beheimatet, welches mit seinen Natur- und Landschaftsschutzgebieten den größten Naturpark Österreichs darstellt. Die Belegstelle liegt unterhalb des großen Ahornbodens und ca. 4 Km nach der Ortschaft Hinterriß, gegenüber der Garberlalm.

Auf ca. 1000m Höhe steht uns ein ca. 2000 qm großes Areal zur Verfügung, welches den Drohnenvölkern und Begattungseinheiten ausreichend Platzbietet. Die Fläche ist Eigentum des Österreichischen Staates, vertreten durch den Forstbetrieb Oberinntal, mit dem wir uns über einen Pachtvertrag einigen konnten. An dieser Stelle nochmals unseren herzlichen Dank!

 

Belegstellenbericht 2018

Das vierte Jahr begann vielversprechend im Oberland. Ideale Temperaturen und schönes Trachtwetter. Jedoch schon wenig Regen, so dass das Gras nur mäßig wuchs und erst spät gemäht wurde. Alle Pflanzen konnten ausblühen und so konnte man ausnahmsweise einmal wieder wunderbaren Blütenhonig bei uns ernten. Die Volks- und Drohnenentwicklung war sehr gut und so kamen 25 Drohnenvölker in idealer Stärke und mit zwei Zargen Blütenhonig bestückt, zum Einsatz. Die Drohnenvölker wurden von Marko Schnürch, Stefan Luff und mir gestellt. Zum ersten Mal war eine Linie aus dem Varroatoleranzprogramm unseres Landesverbandes Buckfastimker Bayern e.V. im Einsatz. Ab Mitte Juni wurde das Wetter im Karwendel immer gewittriger. Die Gewitter hatten zwar auf die Begattung keinen Einfluss, da sie erst am Spätnachmittag niedergingen, nachdem die Begattung für den Tag abgeschlossen war. 

Bei uns gibt es ein Sprichwort das heißt: Wo die ersten Gewitter hingehen, da gehen sie den ganzen Sommer hin. Das hat sich 2018 für das Karwendel voll bewahrheitet. Nur bei so viel Starkregen baut sich aber auch keine Tracht mehr auf und so mussten wir ab Mitte Juni, bis zum Ende der Belegstellenzeit, 2x in der Woche, mit Honig füttern. Zudem wurden die Drohnenvölker entweiselt.

Angemeldet zur Begattung waren ca. 2500 Königinnen von 103 Züchtern, 21 Züchter haben jedoch nicht geliefert. Durch Wegfall der 8. Anlieferung am 14.07. (Stornierung wegen Drohnenmangels) und durch viele Stornierungen bei den letzten 3 Anlieferungen 23.06. / 30.06 / 7.07. kamen wir dann doch noch auf beachtliche 1932 angelieferte Königinnen.

Es ist nur schade, wenn Belegstellenplätze gebucht werden und dann nicht geliefert wird. Es gab anscheinend Probleme, dass angesetzte Zuchten nicht angenommen wurden. Zur Ermittlung der genauen Begattungsergebnisse werden leider immer noch nicht alle begatteten Königinnen gemeldet. Es fehlten die Begattungsergebnisse von 748 Königinnen und damit fast 40% der Rückmeldungen. Von den rückgemeldeten Königinnen lag der Begattungserfolg heuer bei 79%.

2015 /2016 / 2017 / hatten wir nie Probleme mit der Tracht bis Ende Juli und so hoffen wir, dass sich das Wetter 2019 wieder für uns arbeitet, damit die Drohnen ohne Fütterung gehalten werden können und so gehen wir wieder zuversichtlich ins neue Jahr 2019.

2019 kommt die Drohnenlinie B279 mit 24 Drohnenvölker auf die Belegstelle.

Stefan Luff stellte uns das Zuchtvolk zur Verfügung. Die Zuchtmutter kam über Jos Guth zu ihm. Die nachgezogenen Königinnen wurden im Karwendel begattet. Die Ableger entwickelten sich sehr gut und saßen ruhig auf den Waben. Bei den Ablegern war ein auffallend geringer Varroabefall zu beobachten.

Dank an alle Züchter die uns ihr Vertrauen geschenkt haben! Ein weiterer Dank auch an meine Kollegen Marko Schnürch und Sepp Schreiner, die immer da waren, wenn sie gebraucht wurden. Marko will 2019 auch Drohnenvölker stellen, dann werden wir die Belegstelle im Team führen und dann braucht man nicht jedes Mal vor Ort sein, es ist arbeitsmäßig dann auch leichter.

Xaver Willibald

Belegstellenleiter

Drohnenlinien für 2019 (24 Drohnenvölker)

B279(LS) =
iiq.17-B269(PJ) ins B126(PJ):
.15-B307(PJ) ins P114H(PJ) etc.

weitere Informationen über die Drohnenvölker

Das zugehörige Pedigree, das Baumdiagramm der Zuchtkönigin und die Leistungsbewertung der Drohnenlinie für die Belegstelle Karwendel (kar) 2019 findet Ihr hier.

Beschreibung der Drohnenlinien

Es handelt sich hier um eine noch recht frische Primorskilinie B279(LS). Diese Linie stammt ursprünglich aus einem der Primorski-Rinderer-Importe aus den USA von Paul Jungles aus Luxemburg. Die Königin B279(LS) selbst kam als besamte vorgetestete Königin von Jos Guth zu mir. „Ich suche Dir eine Super-Königin aus“, sagte Jos zu mir, als ich ihn bat, für den Karwendel mir eine Zuchtmutter zu geben. Die Mutter der B279 ist B269(PJ). Sie hatte bei Jos Guth im Herbst 2017 auffallend wenige Milben. Der Vater ist eine Anatolier-Linie (Cankiri97). Die Überwinterung war sehr gut und sowohl Bienen als auch Brut zeigen eine ausgezeichnete Vitalität, was von einer sehr guten genetischen Breite zeugt. Jungels-typischer spitzenmäßiger Wabenbau ohne Wirrbau und hohe Verdeckelung der Honigwaben. Die sonstigen Eigenschaften Schwarm-trägheit, Frühjahrsentwicklung und Sanftmut sind durchwegs überdurch-schnittlich. Die Honigleistung in der Frühtracht konnte ich aufgrund der Überwinterung in einer kleinen Einheit noch nicht beurteilen. Im Sommer war der Honigertrag sehr gut.

Die Königinnen der Drohnenvölker für 2019 wurden allesamt im letzten Jahr auf der Hochgebirgsbelegstelle Karwendel mit B147Vt(LS) – einem VSH-Elgon-Primorsky-Mix von Josef Koller – angepaart.

Belegstellenleiter Xaver Willibald hat das sehr bienengünstige und vorfrühlingshafte Wetter der letzten Tage genutzt und am 15. Februar 2019 eine kurze Futterkontrolle an den Drohnenvölkern der B279(LS) durchgeführt. Er übermittelte dieses Bild:

Dazu schrieb er: „Die Bienen sitzen ohne Rauch ruhig auf den Waben. Bereits die Entwicklung als Ableger war im Sommer 2018 sehr gut. Im Herbst hatten auffallend viele Völker dieser Linie einen sehr geringen Varroamilbenbefall“.

Beschickungstermine 2019

Anlieferung jeden Samstag von 8.00 Uhr – 11.00 Uhr

25. Mai / 1. Juni / 8. Juni / 15. Juni / 22. Juni / 29. Juni / 6. Juli / 13. Juli

Abholung jeden Samstag von 8.00 Uhr – 11.00 Uhr

Ab 8. Juni, letzte Abholung 27. Juli

Anmeldung 2019

Anmeldung ab 01.04. 2019 ausschließlich online auf der Homepage unter Belegstellenanmeldung möglich.

Anfahrt

Die Anfahrt kann nur von Norden ins Rissbachtal erfolgen. Über die B13 von Bad Tölz über Lengries zum Silvensteinstausee. Am Kraftwerk auf die B307 wechseln und in Richtung Fall/Vorderriss dem Isartal nach Westen folgen. In Vorderriss nach Süden in Richtung Landesgrenze zu Österreich abbiegen und der Risstallandesstraße 21 in Richtung Großer Ahornboden bis zum Parkplatz 3 km nach der Ortschaft Hinterriß, am kleinen Parkplatz, rechts abbiegen über den Rißbach, dann der Beschilderung folgen.

Bitte beachten Sie, dass die Anfahrt Mautpflichtig ist und damit zusätzliche Gebühren anfallen!

Geokoordinaten:
N: 47° 27' 33,00"
E: 11° 31' 01,04"

 

Belegstellengebühren

 

Maßgebend ist die gültige Belegstellenordnung des Landesverband Buckfastimker Bayern e.V. siehe: Belegstellenordnung.

 

Belegstellenleitung

Xaver Willibald
e-mail: