Jungimker und Varroamilben

Am letzten Freitag, den 15. Juni 2018, trafen sich die Jungimker des Landesverbandes Buckfastimker Bayern e.V. im Lerchenhof in Aham. Das Thema der Ausbildung der Jungimker war dieses Mal die Varroabehandlung der Bienen und der persönliche Schutz des Imkers bei dem Umgang mit den Varroamitteln.

Der Hygienewart für die Bienengesundheit Uwe Michaelis führte die Jungimker in die Möglichkeiten der Messung der Varroabelastung je Bienenvolk ein. Das wurde von Uwe Michaelis sehr pragmatisch und plastisch den Leuten dargelegt. Zählen und rechnen mussten die Imker auf jeden Fall bei jedem Verfahren, um die Belastung mit der Milbe abzuschätzen und die Behandlung zu planen.

Jungimker und Varroa LVBB Niederbayern

 

 

 

 

 

 

Interessant war seine Ausführung über den Lebenszyklus der Milbe und den Infektionsverlauf im Bienenstock. Sein historischer Rückblick fing mit der Einschleppung bzw. Nachweis der Varroamilbe in Deutschland im Jahre 1967 an. Seit über 50 Jahren gibt es immer noch keinen Durchbruch bei der Behandlung der Bienen gegen die Milbe.

 

Sabine Fuchsgruber, Fachkraft für Arbeitssicherheit, gab den Jungimkern einen Überblick bezüglich des persönlichen Schutzes beim Imkern. Schließlich sind die Mittel, die Imker verwenden, nur in richtiger Anwendung für den Imker harmlos. Sie betrachtete den Umgang mit den Varroamitteln aus dem Blickwinkel der Arbeitssicherheit und den möglichen Gefahren. Interessant war unter anderem die Tatsache, dass die meisten Imkerhandschuhe zwar gegen Bienenstiche sehr gut schützen, der Schutz vor Varroamitteln, welche meist Säuren sind, mehr als ungenügend ist.  Die Verletzungen der Haut oder des Auges mit den Mitteln könnte zu schwerwiegenden und teileweise irreversiblen Verletzungen des Imkers führen. Sie hatte ein paar Muster an Handschuhen mitgebracht und die Jungimker aufgeklärt, woran man den Säureschutz von Handschuhen erkennt und gezeigt, wie man Handschuhe sicher auszieht, ohne mit der Säure in Kontakt zu kommen.  Bezüglich des Atemschutzes zeigte Sabine Fuchsgruber die Standards der Industrie auf. Diese Standards sollte der Imker auch für seinen persönlichen Schutz beim Umgang mit diesen Mitteln anwenden. Ihr Fazit war, guter Schutz muss nicht teuer und unbequem sein.

Jungimker und Varroa LVBB Niederbayern

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss ging Uwe Michaelis auf die Behandlungsmöglichkeiten von Bienen bezüglich der Varroamilben ein. Hier zeigte er auf, dass der Imker abhängig von der Belastung mit der Milbe, die Behandlung planen muss. Ein Weg wäre die totale Brutentnahme. Da die Milbe nur in den Brutwaben sich vermehren kann, würde der Vermehrungszyklus der Milbe hierdurch unterbrochen. Auch wurden diverse organische Säuren besprochen, die in der Verwendung eine saubere Planung des Imkers benötigen, um der Varroamilbe Einhalt zu gebieten. Hier spielen das Wetter als auch die Verwendung von verschiedenen Mitteln nacheinander eine entscheidende Rolle.

 

Mit der Arbeitssicherheit wurden die Jungimker sensibilisiert, was den Umgang mit Varroamitteln betrifft, schließlich haben diese Stoffe durchaus ein Gefahrenpotential sich selbst zu verletzten. Uwe Michaelis wies schließlich noch einmal darauf hin, dass erst eine genaue Analyse des Zustandes der Bienen von Nöten ist, um dann durch eine mehrstufige Behandlung der Bienen, der Milbe Einhalt zu gebieten.

Artikel erschienen in der Landshuter Zeitung. Autor & Bilder: Andreas Blaszak – wir bedanken uns für die freundliche Überlassung des Textes und der Bilder.

Kontakt:

Regionalteam Niederbayern
Thomas Jauk
Email:

Beschickung der VSH-Belegstelle Halbinsel Leyhörn

Aus allen süddeutschen Ecken kamen die ersten Anlieferer Ende Mai 2018 zusammen.

Anlieferer Belegstelle Leyhörn

 

 

 

 

 

Die folgenden Imkerinnen und Imker haben angeliefert: Margarete und Roland Kerschgens vom Oberrhein, Gerhard Nusche aus Brandenburg, Dieter Buchinger aus der Pfalz und Axel Braband von der Mosel. Auch angeliefert haben (nicht auf dem Bild dabei): Martin Rößner aus Hohenlohe, Stefan Luff aus Franken und Peter Spieker aus Ostfriesland.

 

Der Bully war rappelvoll beladen. Viel Wasser half auch viel gegen das Verbrausen der Völker.

Anlieferung Belegstelle Leyhörn

 

 

 

 

 

 

 

Mit an Bord waren auch 4 der 7 Drohnenvölker der Linie:

B114(LS)1dr = B35(LS) ins B14Vt(RHO mit 93% VSH

Peter Spieker holte die Drohnenvölker beim bayerischen Zuchtkoordinator Stefan Luff persönlich ab.

Auf der Belegstelle helfen alle zusammen, um die 155 ersten Königinnen aufzustellen.

Belegstelle Leyhörn

 

 

 

 

 

 

 

Anmeldungen nimmt direkt entgegen.

Belegstellengebühr: 8 € je Königin

 

Kontakt:
Stefan Luff
Zuchtkoordinator Landesverband Buckfastimker Bayern e.V.
Email:

Ökoimkerei – Unterstützung der Zertifizierung durch das StMELF

Im letzten Jahr hat sich die Antragstellung zur Öko-Förderung für Imkereien in Bayern geändert.

Demnach muss der Förderantrag für 2019 bis 30. September 2018 gestellt werden.

Dieser Antrag wird wahrscheinlich ab Juni 2018 verfügbar sein. Weitere Informationen findet Ihr hier:

http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/062724/index.php

Für Förderanträge die letztes Jahr für 2018 gestellt wurden, muss diese Jahr zum ersten Mal auch ein Zahlungsantrag bis 30. November 2018 eingereicht werden.

Anbei der Zahlungsantrag und die dazugehörige De-minimis-Erklärung für 2018:

a_zahlung_kontrollkosten_oeko_imker

de_minimis_erkl_beihilfen_agrar

Volksbegehren Artenvielfalt

Der Landesverband Buckfastimker Bayern e.V. ist Bündnis-Partner des Volksbegehrens Artenvielfalt.  Gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen unterstützen wir das bayernweite Bündnis für die Artenvielfalt.

Wir alle kennen die Berichterstattung der letzten Zeit und sehen die direkten Auswirkungen des Artenschwundes.

Weitere Informationen zu dem Volksbegehren findet Ihr hier: https://volksbegehren-artenvielfalt.de

 

 

Sanftmütige Königinnen für die Zucht

Der folgende Artikel wurde am 17. Mai 2018 in den Neumarkter Tageszeitungen ( Nürnberger Nachrichten, Mittelbayerische) abgedruckt. Wir bedanken uns bei den Kollegen des Neumarkter Imkervereins für den Einsatz:

“Große Freude herrschte beim Imkerverein Neumarkt über die Ankunft von zwei hochwertigen Zuchtköniginnen, die vom Buckfast-Bienen-Zuchtverband unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden. Durch Sanftmut und hohe Ertragsleistung versprechen sie großen züchterischen Fortschritt. Auch Nicht-Mitglieder erhalten diese Zuchtmaden bei einigen Terminen am Lehrbienenstand im LGS-Park kostenlos. Das Umlarv-Team mit zweitem Vorsitzenden Edgar Häber, Roswitha Schlor, Rainer Klaus (nicht auf dem Bild) und Vorsitzendem Rudolf Braun hoffen auf großen Zuspruch aus der regionalen Imkerschaft.”

Umlarvstationen
Foto: Jutta Braun

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

Imkerverein Neumarkt i.d.Opf. e.V.
Rudolf Braun
Tel.: 09181 45757
E-Mail:

Weitere Informationen zu den Umlarvstationen des Landesverbandes Buckfastimker Bayern e.V. und zur Anmeldung findet Ihr hier.

Umlarvstationen

Sehr geehrte Mitglieder des Landesverbandes Buckfastimker Bayern e.V.!

Vor kurzem haben wir mit unserem Zuchtbrief 2/2018 die Einführung von Umlarvstationen angekündigt. Die ersten Anmeldungen sind bereits eingegangen. Wir haben alle viel Zeit und Engagement in die zur Verfügungstellung dieser in den Regionen verteilten Umlarvstationen investiert. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn Ihr als unsere Mitglieder dieses Angebot noch besser und ausgiebiger nutzen würdet.

Eine Übersicht über die vorhandenen Zuchtmütter findet Ihr hier: Zuchtmütter

Auf unserer Homepage findet Ihr die Umlarvstationen unter “Zucht”, “Umlarvstationen” und dann auf “Anmeldung” klicken.
Hier geht es zu den Umlarvstationen: Umlarvstationen

Das Tool für die Anmeldung zum Umlarven ist ähnlich aufgebaut wie das Anmeldetool zur Belegstelle. Also sollte es doch auch mit der Anmeldung zum Umlarven klappen.

Weiterhin sind noch Plätze für die Belegstellen in der Rhön, in Emetzheim und am Hausberg frei. Wir würden uns über Eure kurzfristigen Anmeldungen zum Umlarven und zur Belegstellenbeschickung sehr freuen!

Hier geht es zur Belegstellenanmeldung: Belegstellen

Noch ein Wunsch in eigener Sache: Bitte teilt uns mit, falls ein Anlieferungsversuch zu unseren Belegstellen voraussichtlich misslingen wird. Dann können auch weitere Anlieferer eventuell kurzfristig frei werdende Kapazitäten nutzen.

Viel Glück beim Umlarven auf unseren Umlarvstationen und bei der Nutzung unserer bayerischen Buckfast-Belegstellen.

Viele Grüße
Stefan Luff
Zuchtkoordinator

Bericht zum VSH-Workshop

Bechhofen-Röttenbach, 14. April 2018

Ziel

Unser aller Ziel ist es, eine Biene zu erzüchten, die gegenüber der Varroamilbe tolerant ist sodass es nicht zum Zusammenbruch des ganzen Volkes kommt. Es spielen SMR (Suppressed Mite Reproduktion = unterdrückte Milbenvermehrung), Grooming (Putzverhalten) und REC (=Recapping = Wiederverdeckeln) und noch einiges an unbekannten Faktoren eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Varroamilbe mit züchterischen Mitteln. Insbesondere erscheint nach neuesten Erkenntnissen die Methodik der Eindrohnbesamung verbunden mit der Auszählung auf das Varroasensitive Hygieneverhalten (VSH) eines Volkes ein vielversprechender Weg zur Erzüchtung einer varroaüberlebenden Biene (VSB = Varroa Surviving Bee) ohne chemische oder technische Behandlungsmethoden zu sein.

Im Landesverband Buckfastimker Bayern e.V. arbeiten wir nun im 3. Jahr zusammen mit der ARISTA an einem richtungweisenden Konzept. Grundlage unserer Zuchtbemühungen sind die langjährig auf Überleben selektierten Bienenherkünfte unseres 1. Vorsitzenden Josef Koller und inzwischen auch schon “normale” Buckfastherkünfte.

Weiterlesen…

Verbot von Neonicotinoiden

Am Freitag, 27. Apri 2018, hat die EU in Brüssel ein Freilandverbot für die drei, insbesondere für Wild- und Honigbienen gefährlichsten, Neonicotinoide (Neonics) Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam beschlossen. Das Verbot muss in den nächsten 3 Monaten umgesetzt werden. Danach ist die Verwendung im Freiland untersagt, allerdings dürfen diese Mittel weiterhin in Gewächshäusern eingesetzt werden.

Die Bundesregierung hat dem Verbot auch Dank der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner, zugestimmt.

Wir finden das Verbot gut und hoffen, dass weitere Schritte zum Schutz der Bienen folgen.

Gesundheitszeugnis für bayerische Belegstellen

Immer wieder erreichen die Belegstellenleiter, Vorstandschaftsmitglieder und zuständigen Amtsveterinäre Nachfragen wegen der in unserem Landesverband für die Belegstellen und Besamungsaktionen benötigten Seuchenfreiheits-bescheinigungen. Wir möchten Euch daher die derzeitig gültige Gesetzeslage nochmals darlegen.

Für alle Ortswechsel von Bienenvölkern – also auch für den Transport zu Belegstellen, Anpaarungszonen und Besamungsaktionen – gilt prinzipiell das Bundesgesetz „Bienenseuchenverordnung“ (BienSeuchV). Demnach wird für jede Standortänderung von Bienenvölkern in einen neuen Amtsbezirk eines Amtsveterinärs eine Seuchenfreiheitsbescheinigung („Gesundheitszeugnis“) nach § 5 Abs. 1 BienSeuchV benötigt.

Hier heißt es wörtlich im Gesetzestext:

“…Der Besitzer oder die mit der Beaufsichtigung, Wartung und Pflege der Bienenvölker betrauten Personen haben für Bienenvölker, die an einen anderen Ort verbracht werden, unverzüglich nach dem Eintreffen der für den neuen Standort zuständigen Behörde oder einer von ihr beauftragten Stelle eine Bescheinigung des für den Herkunftsort zuständigen beamteten Tierarztes vorzulegen. Aus der Bescheinigung muss hervorgehen, dass die Bienen als frei von Amerikanischer Faulbrut befunden worden sind und der Herkunftsort der Bienen nicht in einem Faulbrut-Sperrbezirk liegt. Die Bescheinigung darf nicht vor dem 1. September des vorhergehenden Kalenderjahres ausgestellt und nicht älter als neun Monate sein….”

Dazu untersucht der Amtsveterinär oder ein bevollmächtigter Vertreter (z.B. BSV) im Rahmen einer klinischen Untersuchung beim Imker auf Faulbrutfreiheit und stellt die Seuchenfreiheitsbescheinigung aus.

Im Einzelnen gilt für die Zuchteinrichtungen:

  • Belegstelle Weißenburg-Emetzheim
  • Anpaarungszone Ammergebirge
  • Besamungsaktionen

Es gilt auch hier prinzipiell die Bienenseuchenverordnung. Demnach ist hier eine Seuchenfreiheitsbescheinigung nach § 5 Abs. 1 BienSeuchV („großes Gesundheitszeugnis“) für alle Beschicker erforderlich.

Wer seine Bienen in einem Bayerischen Landkreis gemeldet hat, darf ausnahmsweise die Belegstelle Emetzheim, die Anpaarungszone Ammergebirge und die Besamungsaktionen in Bayern mit dem sogenannten “kleinen Gesundheitszeugnis” nach § 5 Abs. 3 BienSeuchV beschicken.

Dieses „kleine Gesundheitszeugnis“ sagt lediglich aus, dass der “Herkunftsort der Bienen nicht in einem Faulbrut-Sperrbezirk liegt”. Dazu wird keine klinische Untersuchung oder Futterkranzprobe erstellt.

Nochmals, weil es trotzdem immer wieder Nachfragen gibt:

Diese Ausnahmeregelung “kleines Gesundheitszeugnis” gilt nur für bayerische Bienenvölker, die innerhalb Bayerns an die vorgenannten Zuchteinrichtungen und Besamungsaktionen verbracht werden.

Beschicker aus anderen Bundesländern müssen ohne Ausnahme eine Seuchenfreiheitsbescheinigung nach § 5 Abs. 1 BienSeuchV bei der Anlieferung vorlegen.

Belegstelle Hausberg im Chiemgau (Landkreis Traunstein):

Aufgrund der sehr angespannten Faulbrutsituation im Landkreis Traunstein bitten wir die Anlieferer der Belegstelle Hausberg den beiliegenden Anweisungen des Veterinäramtes Traunstein ohne Ausnahme und aufs genaueste Folge zu leisten. Die geforderten Unterlagen sind unbedingt vorzulegen (weitere Informationen und ein Muster findet Ihr hier)!

Belegstelle Rhön, Belegstelle Karwendel und Halbinselbelegstelle Leyhörn:

Hier sind für alle Anlieferungen ohne Ausnahme die Seuchenfreiheitsbescheinigung nach § 5 Abs. 1 BienSeuchV („großes Gesundheitszeugnis“) notwendig.

Allgemein gilt:

Die “beauftragte Stelle”, bei der die Seuchenfreiheitsbescheinigung vorzulegen ist, ist der für die jeweilige Zuchteinrichtung zum Zeitpunkt der Anlieferung eingeteilte Betreuer. Die vorgelegten Seuchenfreiheitsbescheinigungen werden nach Ende der Begattungssaison dem für die Zuchteinrichtung (Belegstelle/ Anpaarungszone/Besamungsaktion) zuständigen Veterinäramt gesammelt übergeben.

Außerdem müssen alle Begattungseinheiten drohnenfrei sein, mit einem Drohnenabsperrgitter (kein Königinnenabsperrgitter!!!) versehen sein und die Adresse des Eigentümers muss gut sichtbar und lesbar auf jeder Begattungseinheit angebracht sein.

Wird bei der Beschickung der Zuchteinrichtungen diesen Anweisungen nicht Folge geleistet, sind die Betreuer/Belegstellenleiter angewiesen, solche Begattungseinheiten ausnahmslos zurück zu weisen!

Noch ein weiterer sehr wichtiger Hinweis:

Sollten Sie aus irgendeinem Grund die angemeldeten Begattungseinheiten nicht zur Begattung anliefern können, so bitten wir um unverzügliche Mitteilung an den zuständigen Betreuer/Belegstellenleiter. Andere Züchter freuen sich über die rechtzeitig freiwerdenden Begattungsplätze und der Landesverband mit allen Mitgliedern freut sich über die einkalkulierten Belegstelleneinnahmen zur Finanzierung unserer vielfältigen Zuchtaktivitäten.

Stand: 28. April 2018

Kontakt:
Stefan ​Luff
Zuchtkoordinator​